21. Dezember 2010
DIE LINKE. Kreistagsfraktion - informierte sich vor Ort.

 

Die Kreistagsfraktion hatte anlässlich der Sitzung der erweiterten Fraktion am 18.12.2010 im Forum Vogelsang die Gelegenheit mehr über die Liegenschaft, die Geschichte und die Chancen und Risiken in der Zukunft zu erfahren. Dank der fachkundigen Führung und des ausführlichen Vortrages durch Klaus Ring, der nach seinem Ausscheiden als Leiter des ehemaligen Kreismuseums Blankenheim seit Beginn der Konversion Vogelsang dort beschäftigt ist, hatte die Fraktion die Gelegenheit, sich umfassend mit der Thematik Vogelsang zu beschäftigen.

 

 

 


Schwerpunkt war zum einen das Erkennen der historischen Dimension der Ordensburg Vogelsang und die daraus resultierende Verantwortung für die Liegenschaft und den Umgang mit dieser sowie die Frage nach notwendiger Weiterentwicklung des Standortes.
Es wurde den Anwesenden deutlich, welche historische Verantwortung besteht und wie diese durch das geplante Dokumentationszentrum wahrgenommen werden soll. Deutlich wurde auch, dass eines der besten Mittel im Umgang mit eventuell auftauchenden rechten Pilgern die öffentliche Nutzung der Einrichtung ist. Der Vertreter der IP-Vogelsang gGmbH berichtete ausführlich über den bisherigen Umgang mit der rechten Pilgerschaft und bestätigte, dass eine intensive Nutzung der Liegenschaft so viel Öffentlichkeit schafft, dass diese Klientel eher abgeschreckt wird. Seit etwa eineinhalb Jahren sei kein nennenswerter Vorfall mehr wahrgenommen worden, auch wenn es immer wieder einschlägige Videos auf Onlineplattformen gäbe.


Die bisher geplante und genehmigte Nutzung des Geländes reicht auf Dauer nicht aus, um die mit der Nutzung erforderlichen Kosten zu decken. Eine weitergehende Nutzung der Liegenschaft ist nach Auffassung der Fraktion unerlässlich um den Standort und damit insbesondere die NS-Dokumentation dauerhaft zu sichern. Bei angestrebten Nutzungen ist es jedoch zwingend erforderlich, dass diese dem Leitbild des Forums entsprechen. Insoweit begrüßt die Fraktion ausdrücklich, dass das Themenressort "Krimi" vom Tisch ist.
Die Ansiedlung eines Hotels auf dem Gelände war in der Vergangenheit Konsens, wie man dem gültigen Flächennutzungsplan entnehmen kann. Eine Ansiedlung kann weder durch den Kreis Euskirchen, noch der IP-Vogelsang oder einer anderen beteiligten Körperschaft realisiert werden. Hierzu bedarf es eines Investors. Wenn dieser nun glaubhaft macht, dass am ursprünglich geplanten Standort, eine wirtschaftlich tragbare Hotellösung nicht möglich ist, sondern andere Standorte geprüft werden müssen, so ist dies unter der Maßgabe, dass kein schädlicher Einfluss auf den Rest des Ensembles und deren Nutzung entsteht, tragbar.
Insbesondere wenn als "Nebeneffekt" auskömmliche Arbeitsplätze in größerer Zahl entstehen. Natürlich muss der Investor hinreichende Gewähr für eine dem Leitbild entsprechende Nutzung und auch die Absicherung einer solchen für den Fall der Geschäftsaufgabe bieten. Der Investor muss entsprechende Kriterien erfüllen.
Ein Teil der Einrichtungen auf Vogelsang hat bereits heute über das Gelände hinaus erhebliche Bedeutung für die umliegenden Kommunen. Als Beispiel sei hier die Schwimmhalle erwähnt. Eine noch größere Bedeutung könnte das ehemalige Kino erhalten. Hier könnte auf Dauer die größte  Veranstaltungsstätte im Kreisgebiet entstehen.Nach Überzeugung der Fraktion muss aber auch die Zeit der Nutzung durch die britischen und belgischen Truppen würdig dokumentiert werden.

Bezüglich des Objekts "Van Dooren" ist für die Kreistagsfraktion wegen der direkten Nähe zum Forum und der geplanten NS-Dokumentation eine Nutzung durch einen Investor nur schwer vorstellbar. Insoweit erscheint der seinerzeit gefasste Plan, die nicht denkmalgeschützte belgische Kaserne abzureißen durchaus plausibel.


 

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