14. Dezember 2017
Kreishaus-Erweiterung: Entscheidungsgrundlage fehlt

Zur Debatte um die Kreishaus-Erweiterung erklärt Thomas Bell, Fraktionsvorsitzender der Kreistagsfraktion DIE LINKE:

Der Landrat und die Kreisverwaltung sind bisher jeden Nachweis schuldig geblieben, warum der millionenschwere Anbau die einzige Alternative sein soll. Wenn in den Ausschüssen schon darüber diskutiert wird, ob die Erweiterung in Holz- oder Holz-Hybrid-Bauweise geschehen soll, so wird hier offensichtlich schon der zweite Schritt vor dem ersten gemacht. Denn gerade im digitalen Zeitalter ist es fraglich, ob die Zentralisierung aller Dienstleistungen an einer Stelle noch zeitgemäß ist.

Schließlich ließe sich zum Beispiel auch durch eine Ausweitung der Telearbeit Platz im Gebäude schaffen. Und auch warum es zwingend erforderlich sein sollte, dass Jobcenter und Agentur für Arbeit mit der übrigen Verwaltung unter einem Dach firmieren, konnte bislang nicht überzeugend begründet werden. Besser wäre es, der Kreis würde auch nach anderen Flächen Ausschau halten und verstärkt auf dezentrale Lösungen setzen.

Ein weiterer problematischer Punkt ist im Übrigen die Kostenentwicklung: Schon jetzt spricht niemand mehr von den anfangs veranschlagten 16,5 Millionen Euro und der Preis für die Erweiterung reicht je nach Bauweise bis an die 25-Millionen-Marke heran. Wer sich die derzeitigen Kostensteigerungen bei öffentlichen Bauprojekten in einem überhitzten Markt ansieht, wird schnell merken, dass es auch dabei kaum bleiben wird, wenn es erst ans eigentliche Bauen geht. Die Politik ist jetzt gefordert, auf die Bremse zu treten und keine vorschnellen Entscheidungen für ein neues Großbauprojekt zu treffen. Solange die Verwaltung wie bisher alle möglichen Alternativen außer Acht lässt und der tatsächliche Nutzen der Kreishaus-Erweiterung mehr als fraglich erscheint, wird unsere Fraktion auf jeden Fall nicht zustimmen.

 

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