22. Januar 2018
LINKE kritisiert Aktion der Jäger, beantragt kreisweites Verbot der Baujagd auf Füchse

Zur Berichterstattung über die geplante Aktion der Kreisjägerschaft zur kreisweiten Jagd auf Füchse und Wildschweine (Stadt-Anzeiger vom 22.01.) erklärt die LINKE Kreistagsfraktion:


"Die Mobilmachung der Jäger und insbesondere die massenhafte Fuchsjagd ist aus Tierschutzsicht eindeutig zu kritisieren. Der Nutzen, was die Bekämpfung der Ausbreitung von Krankheiten angeht, ist mehr als zweifelhaft - und wer dann den Tierschützern lediglich ein diffuses 'Plüschtiergefühl' unterstellt, wie dies die Kreisjägerschaft tut, hat wohl im wahrsten Sinne des Wortes den Schuss nicht gehört.

Sehr bedauerlich finden wir, dass die Kreisverwaltung diese Haltung unterstützt, indem sie zum Beispiel die so genannte 'Baujagd' als besonders grausame Form der Fuchsjagd, bei der abgerichtete Hunde in den Fuchsbau getrieben werden, vor einigen Monaten wieder erlaubt hat. Wir werden deshalb in den Gremien des Kreistags beantragen, dass diese Erlaubnis wieder aufgehoben wird und appellieren an die übrigen Parteien, unsere Initiative zu unterstützen", so Thomas Bell, Fraktionsvorsitzender der LINKEN Kreistagsfraktion.

Franz Josef Mörsch jr., stellvertretender Vorsitzender der Fraktion, ergänzt: "Besonders perfide ist es, wenn immer wieder auch Naturschutzmaßnahmen wie der Schutz von Bodenbrütern als Argumente für die Jagd ins Feld geführt werden. Es stimmt zwar, dass diese Arten gefährdet sind - dass dafür aber in erster Linie der Mensch mit der Intensivierung der Landwirtschaft die Schuld trägt, wird dabei wohlweislich verschwiegen. Es zeigt sich einmal mehr, dass dringender Bedarf nach einem wirklich ökologischen Jagdgesetz auf Landesebene besteht - und das muss nicht zuletzt auch die Wiedereinführung einer Jagdsteuer beinhalten."

 

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