31. März 2015
Große Koalition im Kreis gegen Senkung der Dispozinsen

Zur Entscheidung des Kreistages gegen eine Senkung der Dispozinsen im Kreis Euskirchen erklärt Thomas Bell, Fraktionsvorsitzender der LINKEN:

Es ist sehr bedauerlich, dass sich der Kreistag jetzt gegen unseren Antrag entschieden hat, über den Verwaltungsrat der Kreissparkasse Euskirchen auf eine Senkung der viel zu hohen Dispozinsen hinzuwirken. Das zeigt einmal mehr, dass es an einer wirklich sozialen Politik im Kreis fehlt. Der aktuelle Dispo-Zinssatz der Kreissparkasse Euskirchen für ein klassisches Girokonto liegt derzeit bei über 12 % und ist damit sogar höher als bei mancher Privatbank. Das trifft insbesondere einkommensschwache Menschen, die so Gefahr laufen, in einen Teufelskreis zu geraten, der letztlich in der Überschuldung endet.

Mit angemessenen Dispozinsen wären dagegen auch weniger Menschen gezwungen, Pfändungsschutz für ihr Konto zu beantragen. Verbraucherschützer fordern hier seit langer Zeit ein Ende der Hochzinspolitik bei Überziehungskrediten – das muss für eine Bank in öffentlichem Eigentum wie die Kreissparkasse nur umso mehr gelten.

 

Der Antrag der LINKEN zielte darauf, den Zinssatz für Überziehungskredite bei der Kreissparkasse auf maximal 5 % über dem Leitzinssatz der EZB zu begrenzen. Das erscheint uns nur fair in einer Zeit, in der erste Banken damit werben, den Dispokredit sogar völlig kostenfrei zu gewähren. Während Justizminister Heiko Maas in der großen Koalition auf Bundesebene die hohen Dispozinsen zumindest kritisiert hat, fehlt der großen Koalition im Kreis Euskirchen dafür offensichtlich jegliches Problembewusstsein. Soziale Politik sieht anders aus“, so Bell abschließend.

 

 

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